Lutherbier aus Herbsthausen

Lutherbier aus dem Vorbachtal soll an Ideen des Reformators erinnern

Das „Lutherbier“ aus der Herbsthäuser Brauerei schmeckt sicher um einiges besser schmecken, als das Dünnbier, dass ein Katharina von Bora im Kloster Wittenberg gebraut hat. Pünktlich zum Reformationsjubiläum hat die Familienbrauerei aus Herbsthausen bei Bad Mergentheim ein Lutherbier gebraut.

Die Idee stammte von den Räten der evangelischen Kirchengemeinden Adolzhausen und Herbsthausen. Die beiden Gemeinden liegen zwar in unterschiedlichem kommunalpolitischen Gebieten, als Kirche gehören sie aber einer einzigen Pfarrei an. 
Ganz sicher wurde im Haushalt von Martin Luther Bier getrunken, denn das Kloster Wittenberg, dem Lebensmittelpunkt von Martin Luther und seiner Familie, verfügte über das Braurecht. Und Katharina von Bora, Luthers Frau, übte dieses Recht aus und braute ein Dünnbier. Doch noch fehlte das Wissen um Hefen und ihre Wirkung im Bier. Wenn das Brauen also misslang, dann waren „Hopfen und Malz verloren“ und man musste den Sud wegschütten.

Das passiert den Braumeistern der Herbsthäuser Brauerei natürlich nicht mehr. Und die Bitte der Kirchenräte, ein schmackhaftes und haltbares Bier für das Reformationsjahr zu brauen, erfüllte man natürlich gerne. Schließlich weist ein Eintrag im Adolzhausener Kirchenbuch darauf hin, dass bereits im Jahr 1581 im Stammhaus der Herbsthäuser Brauerei, dem Gasthaus „Zur Schwane“ von der damaligen Schwanenbrauerei Bier gebraut wurde.

Unter den Augen der fachkundigen Herbsthäuser Braumeister ist nun das „Lutherbier aus dem Vorbachtal“ entstanden. Die handwerklich gebrauter Bierspezialität soll an die Ideen des Reformators erinnern, Menschen zusammenbringen, als sinnliches Geschenk dienen, fasst der Niederstettener Pfarrer Roland Silzle bei der Präsentation des Biers zusammen.

Herbsthäuser-Seniorchef Klaus Wunderlich hat als „Lutherbier“ deshalb ein mildes, unfiltriertes Märzen gebraut, das dem „1581“ des Brauhauses entspricht. Das untergärige Bier ist würzig mit sattem Geschmack und wurde ganz im Stil des traditionellen Brauhandwerks hergestellt. Das dezente Etikett mit einer Darstellung des Niederstettener Schlosses wurde von Joschka Silzle entworfen. Er ist der Sohn des Pfarrers und arbeitet als Grafik-Designer.

Das „Lutherbier“ gibt’s im Niederstettener Pfarramt, in den Pfarrhäusern der Ortschaften und im Niederstettener Lagerhaus. Verkaufsstellen im örtlichen Lebensmittelhandel sind in Planung.

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