Herbsthäuser Helles

Süddeutsche Spezialität kommt nun auch aus Bad Mergentheim

„Herbsthäuser Helles“ ist jüngster Spross im Sortiment der Herbsthäuser Brauerei. Es ist untergärig, schwach gehopft und daher süffig. Helles ist der Inbegriff von süffigem Biergenuss. In den Nachkriegsjahren hat diese Biersorte maßgeblich den Biermarkt bestimmt. Doch das spritzig-herbe Pils hat in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts das Helle vom Markt verdrängt. „Heutzutage ist das Helle wieder in aller Munde und kommt dem Zeitgeschmack entgegen. Deshalb entschlossen sich die Famienbrauer Klaus und Christian Wunderlich ein Helles ins Sortiment aufzunehmen. Die Gemeinsamkeit mit den übrigen Biersorten besteht in der strengen Orientierung an den Leitsätzen der „Brauer mit Leib und Seele“, etwa die lange Lagerzeit zur Reifung von vier bis sechs Wochen und natürlich dem Bezug des Braugetreides aus der tauberfränkischen Heimat.

Der helle Biertyp ist in ganz Süddeutschland bekannt und verwurzelt und nicht nur in Bayern. „Es wurde schon früher „Helles“ in Herbsthausen gebraut, und zwar unter dem Namen, „Schwanen Hell“, berichtet Klaus Wunderlich.
Als Neuling in der Produktpalette ist das „Herbsthäuser Helles“ übrigens an dem individuell gestalteten Etikett sofort erkennbar: Komplett in einem hellen Blauton gehalten ziert das historische Stammhaus der Brauerei das Label auf der braunen 0,33 Ltr. Longneck-Flasche. Ab sofort ist dieses Bier im sortierten Getränke- und Lebensmittelhandel erhältlich.

Pünktlich zur Sommersonnenwende war denn auch so ziemlich der wärmste Tag im Kraichgau, vor den Toren von Sinsheim.
Statt Feuer, gab es für die über 500 Besucher Erfrischendes und Genussreiches aus Hopfen und Malz.
Im Beisein von Roland Demleitner dem Geschäftsführer Private Brauereien Deutschland und Baden-Württemberg und Hauptgeschäftsführer Oliver Dawid vom Verband Private Brauereien Bayern trieben die acht Brauer mit Leib und Seele, auf das Kommando ihres Sprechers Klaus Wunderlich, pünktlich um 20 Uhr gleichzeitig die Messinghähne in die Holzfässer.

So feierte die Kooperation inhabergeführter Familienbrauereien aus Baden-Württemberg den Mittsommer 2017 mit ihren Bierfreunden auf ihre ganz eigene Weise.
Zuvor hatten DIE INTENDANTEN aus Karlsruhe auf musikalisch-originelle Art in die Geschichte des Weizenbieres eingeführt. Die Künstlerinnen nahmen unter dem Beifall der Zuschauer auch den von der Kooperation seit über 15 Jahren geprägten und mit Leben erfüllten Markenbegriff „ Brauer mit Leib und Seele“ in Schutz, der seit wenigen Monaten ebenfalls von einer Fernseh-Weizen-Brauerei als Absenderclaim benutzt wird.

Dass die acht Weizenbierspezialitäten aus Baden-Württemberger Brauhäusern echte Besonderheiten sind, versprachen schon die
Bierbeschreibungen, die von den Brauern vor dem gemeinsamen Anstich präsentiert wurden. Mach einem Besucher gelang es dann doch tatsächlich, alle acht Biere zu verkosten, die an der romantischen Elsenzaue fassfrisch gezapft und ausgeschenkt wurden. 

Für Wilhelm Werner, den Inhaber der gastgebenden Dachsenfranz Biermanufaktur ist der Anstich ein gelebtes Bekenntnis zur Regionalität: „Jede Brauerfamilie unserer Kooperation steht hinter unserer regionalen Landwirtschaft. Das Braugetreide, aus dem unser „Heimatmalz“ hergestellt wird, entsteht als Kraichgau-Korn in der Rhein-Neckar-Region. Bei den Kollegenbrauereien wird der Rohstoff im Donaubergland oder in Oberschwaben angebaut. Oder er wächst auf der Baar und in Main-Tauber-Franken. Regionalität die man schmeckt.“

Für den Bürgermeister von Zuzenhausen war der Anstich eine
geschmackvolle Demonstration regionaler Stärke, die gerne jedes Jahr in seiner Gemeinde stattfinden dürfte. So sahen es auch die meisten Besucher.

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